Berlin

7:15 Uhr. Wedding.
Ich wache auf und habe so gar nicht das Gefühl, dass irgendetwas anders sein könnte als sonst.
Außer dass ich schon den fünften Tag in Folge auf meiner Matratze auf dem Boden schlafe, weil’s auf dem Hochbett einfach nicht auszuhalten ist.

Natürlich hätten die 18 Kartons ein Indiz für eine Veränderung sein können, aber so richtig gestört haben die mich die letzten Tage ja auch nicht.

Die letzten zehn Monate waren sehr durchwachsen. Ich musste mich mit Dingen auseinandersetzen, von denen ich nicht im Geringsten ahnte, dass sie mich irgendwann überhaupt mal betreffen könnten.

Es gibt Dinge, mit denen man sich auch einfach nicht beschäftigen will. Ob mit acht oder 28.
Man muss lernen zu akzeptieren, dass man gewisse Dinge, auch Menschen, einfach nicht ändern kann.

Da ich aber ein Mensch bin, der nur schlecht damit klar kommt, dass etwas manchmal einfach so ist wie’s ist, wenn es ihm nicht logisch erscheint, war die letzte Zeit definitiv eine Tortour…

Da war sie also zu Ende, meine letzte Nacht in Berlin.
Erst mal zumindest.
Berlin ist ein offenes Buch, in dem ich die ersten Kapitel gelesen habe und feststellen musste, dass ich für die nächsten noch nicht bereit bin. Was aber nicht heißen soll, dass ich das Buch zuklappe.

Es ist schwierig eine Stadt zu verlassen, in der man Menschen kennen und lieben gelernt hat. In einer Stadt wie Berlin bleibt natürlich nicht aus, dass man viele Menschen trifft. Ich aber hatte das Glück einige davon zu meinen besten Freunden machen zu können.

Ob die Entscheidung richtig ist zu gehen und einen Neuanfang zu starten, weiß ich vermutlich erst, wenn ich in Köln bin.
Ob es besser oder schlechter wird, weiß ich nicht. Anders wird es aber bestimmt.

Vielleicht verschlägt es mich ja irgendwann zurück. Wer weiß das schon.

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