HerbstHerbstHerbst

Bild

Da ist er, der Herbst. Der erste Herbst in der neuen Heimat. Schön ist er ja. Wenn ich nicht gerade die zwölf Millionen Blätter vor der Haustür zusammenkehren darf. Ja, ich darf. Meine kleinen Putzmonster haben mir nämlich mal erlaubt, dass ich ihnen helfen darf. So gütig!

Neben Blätterwegkehrarbeiten habe ich übrigens auch Halloween überlebt. Obwohl es zeitweise schon sehr kritisch um mich stand. Die Amis werden wortwörtlich zu Zombies, wenn’s um diesen alljährlichen ‚Spaß‘ geht. Das einzig Gute, das ich jetzt an der ganzen Geschichte wahrgenommen habe, sind die Tonnen von Schokolade, die erst in unserer Vorratskammer und wenige Zeit später in meinem Magen Einzug fanden. Ja, in meinem. Und nicht in den Mägen der angsteinflößenden Furien, die am 30. Oktober circa 800 Mal pro Stunde wagten AN MEINER TÜR ZU KLINGELN! Ich sehe halt nicht ein, warum ich Menschen, die mich erschrecken und gruseln, auch noch Schokolade geben soll! Das wäre ja wie ’ne Belohnung für ’ne fünf in Mathe. (Also bei normalen Menschen. Ich bekam bei ’ner fünf in Mathe ’ne große Party, weil ich so gut war. Kam halt auch nur alle drei Jahre vor.)

Wie auch immer. Teilen kann ich ja eh schon nicht. Und dann auch noch Schokolade? Mit gruseligen Menschen? Haha, niemals!
Somit stellte sich dann mein Halloween-Schokoladenausgeb-Dienst als gemütlicher Abend auf der Couch heraus. Mit Schokolade. Und bei Dunkelheit, damit keiner der Monster sehen konnte, dass da ja doch jemand ist. Eine Stunde und mindestens sechs KitKat’s später kamen dann auch meine zwei Halloween-Verrückten wieder. Verkleidet als Hulk und Spiderman waren sie aber eher süß als gruselig. Was sie natürlich eher blöd fanden. Zum Dank dafür bekam ich nichts von ihren neuerworbenen Süßigkeiten ab…

„Linda, hier ist ja noch so viel Schokolade übrig. Kam denn keiner? Normalerweise haben wir immer zu wenig…“ – „Ich, ehm, also… So fünf waren’s schon!“ (Von den weiteren 70, die gierig auf meine Schokolade waren, konnte ich ihm ja schlecht erzählen.
„Was machen wir denn jetzt mit der ganzen Schokolade? Ich bin ja nicht so der Süßigkeitenfan.“ – „Och, Du. Gaaaar kein Problem. Ich kann’s ja erstmal aufheben. Findet sich bestimmt jemand.“ (HARHAR)

Der nächste Tag war ein Samstag. Hieß für mich um sieben Uhr vom Wecker geweckt werden, ihm sagen, dass ich ihn hasse, in leichte Depressionen verfallen, hoffen dass ich nur träume und diese Uhrzeit einfach ein schlechter Scherz ist. Eigentlich alles wie jeden Samstag. Auf mich warteten mal wieder die unmusikalischsten und unrhythmischsten Menschen dieser Stadt/dieses Landes/dieses Kontinents/dieses Planeten. Im College angekommen wurde mir schon nach den ersten Minuten klar, dass ich definitiv Kopfhörer brauche, aus denen nichts rausgeht und vor allem nichts rein kommt! Nach drei Stunden hatte das ganze Geklimper auch endlich ein Ende und ich hatte Wochenende. Und was macht man an einem angefangenen Samstag? Genau, sich Klamotten in Läden angucken, die A zu teuer sind und in die man B sowieso nicht reinpasst, ohne sie kaputt zu machen. Dass ich keine size zero trage ist aber auch immer wieder ein Ärgernis. Immerhin die $89 Stirnbänder passten. Gleicht ja fast alles andere wieder aus.

(Geld ausgeben ist momentan ja auch eher wenig bis gar nicht möglich. Weil meine Schwester ja in ELF!!! Tagen kommt und das beste Geburtstagsgeschenk aller Zeiten bekommt. Ich bin halt einfach zu gut für diese Welt. Was es ist, darf ich jetzt natürlich nicht erwähnen, aber muss ich ja auch nicht. Es weiß ja eh jeder außer Dir, Schwesterherz. Küsschen!)

Zuhause angekommen sah ich schon von außen, dass Totenkopf und Kürbis nicht mehr unseren Eingang ’schmückten‘.
Da kommste rein, freust Dich schon, dass der ganze Halloweenscheiß Geschichte ist und dann lachen sie Dir entgegen, die Thanksgiving Truthähne. Als Figuren, Bilder und auf Geschirrhandtüchern. GESCHIRRHANDTÜCHERN! Ich wollte mich jetzt nicht auch noch unbedingt von den Viechern angrinsen lassen, wenn ich Messer poliere. Aus dem Kopfschütteln kam ich für den restlichen Tag auch nicht mehr raus. Aber gut, in einer Woche ham wa den Scheiß ja auch hinter uns.

Morgen haben die Jungs keine Schule. Heißt, mein Tag beginnt um acht. WIE SCHÖN! In der Früh werden wir dann irgendwie versuchen irgendwas herzustellen, das zumindest in irgendeiner Form Ähnlichkeiten mit einem Kürbiskuchen hat, um anschließend ins Museum zu gehen. Hoffen wir mal, dass die Küche ganz bleibt und die Feuerwehr nicht ausrücken muss. Näheres dann morgen in der Tagesschau.

Advertisements

2 Gedanken zu “HerbstHerbstHerbst

  1. Lindalein, Fang doch bitte an ein Buch zu schreiben , ueber irgendwas , dein schreibstil ist koestlich – wie Schokolade 🙂 !!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s